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Neues Manuskript Arbeitstitel
"j.w.d. - Wie geht es weiter?"

 

Auszug aus dem Buch "Lebensfalle oder j.w.d"


Juliane schleicht sich hinaus. Sie muss weg, hinaus aus dem Haus. Mit offenen Haaren und wehendem Mantel. Sie rennt über die Straße, rennt weiter. Wohin? Nichts geht mehr. Sie rennt ziellos. Eine Stimme in ihr redete auf sie ein, sie solle stehen bleiben. »Warum rennst du?«
»Ich war geblendet von ihm und interessiert an seiner Geschichte, doch er wies mich ab und nun das! Ich wollte herausfinden, was für ein Mensch dieser Giovanni war, nichts weiter.«
Juliane rennt. Ganz in der Nähe ist doch der Hafen. Sie rennt. Und fällt auf den Gehweg. Ihr Knie blutet. Die Leute starren sie an. Sie ist dreckig. Erst jetzt merkt sie, dass sie ohne Schuhe aus dem Haus gelaufen war. Sie muss sich waschen. Sie rennt auf den Piazza, dort zum Brunnen. Tief einatmen, ausatmen, einatmen, ausatmen. Das Wasser ist kalt, aber der Dreck muss weg. Nur langsam beruhigt sich ihr Puls. Albert! Er hatte ihrer Hoffnung Nahrung gegeben. Er hatte sie Mylady genannt und mit Johanne angesprochen. Die Turmuhr schlägt. Der Piazza San Pietro erwacht. Ein Mann spricht sie an. Nein, das passt jetzt nicht. Sie rennt, sieht das Café, indem Holger auf ihren Text wartet. Er tritt aus der Tür des Cafés: Oh Juli, was ist mit dir, ruft er mit runden Augen und Entsetzen im Ton.

 

Tree rot

Holldorf ∙ Ballwitz ∙ Rowa

 

Was schreibt man über einen Landstrich, der sich scheinbar durch nichts auszeichnet als durch Beschaulichkeit? Wie findet man Geschichten, die diesen Ort, in dieser Gegend, unverwechselbar machen?

Will man den Ursprung dieser Ortschaft ergründen, muss man sehr weit in die Geschichte dieses Landstrichs zurückschauen.

Aus Burg Stargard, einem Ort mit einer mittelalterlichen Burg, führt eine Straße südwestlich auf eine Gabelung zu. Von dort aus, schaut man links auf die Anhöhe, sieht man den Burgturm im Frühjahr durch blühende Apfelbäume, im Herbst durch rote Früchte und im Winter durch frostige Äste hindurch. Im Sommer verdeckt ihn das Blattwerk.

Eines der drei Schilder weist die Weiterfahrt nach links in Richtung Holldorf aus.

Viola Kühn:

Holldorf - Ballwitz - Rowa
Holldorf 2011

Herausgeber:

Gemeinde Holldorf, 2011
Satz und Druck: Steffen GmbH Friedland

 

Louisa Louise Luise ∙ Eine Zeitreise

  Schon zu Lebzeiten war Königin Louise von Preußen eine Legende, nach ihrem Tod wurde sie zum Mythos. Menschen besuchen bis heute ihren Sterbeort im mecklenburgischen Hohenzieritz. Doch nicht immer war der Kult um die Frau, Mutter und Königin genehm.
Selbstzeugnisse Louises als Prinzessin von Mecklenburg-Strelitz und Königin Preußens, Aussagen von Zeitzeugen und Archivalien aus zwei Jahrhunderten skizzieren Louises Lebensweg, ihren Einfluss auf Politik, Kultur und Geschichte bis in die heutigen Tage.
Ein Buch von Viola Kühn über Königin Louise, Zeitgeist, Historie und die Frage, was bleibt.
Viola Kühn:

Louisa Louise Luise - Eine Zeitreise
Rowa 2010

Herausgeber:

Steffen Verlag, 2010, 1. Auflage, 168 Seiten, Softcover,ISBN 978-3-940101-75-4
Bestellmöglichkeit

 

Der Traum vom Glück – Eine Dokumentation

  Alexander träumt mit Berit von einem romantischen Lebensstil jenseits der Konventionen und Grenzen der DDR. Sie fühlten, dass das Dasein in diesem kleinen Staat ihnen nicht ausreichte, um sich entwickeln zu können und überlegten, was zu tun wäre. Bald schon hatten sie eine Idee. Sie kauften zwei Flugtickets für eine Reise nach Bulgarien. Auf dem Flughafen in Berlin-Schönefeld beendete die Staatssicherheit das Vorhaben der beiden. Sie kamen in Untersuchungshaft. Beide wurden wegen Vorbereitung zum ungesetzlichen Grenzübertritt in schwerem Fall zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Nach etwa einem Jahr wurden sie von der BRD freigekauft. Mit Erläuterungen versehen dokumentiert das Buch die Akten des Ministeriums für Staatssicherheit zu diesem exemplarischen Fall.
Viola Kühn:

Der Traum vom Glück.
Eine Dokumentation.
Schwerin 2007
(Schutzgebühr 6,- Euro)

Herausgeber:

Die Landesbeauftragte für Mecklenburg-Vorpommern für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR

Bestellmöglichkeit

 

Das Erbe der Königin Louise - Hohenzieritzer Geschichten

  Bereits zu Lebzeiten war Königin Louise von Preußen, geborene Louisa Augusta Wilhelmina Amalia von Mecklenburg-Strelitz, zum Gegenstand eines nationalen Kultes geworden. Spätestens nach ihrem frühen Tod wurde ihre Person zum Mythos. Es wurden Bücher geschrieben und Hymnen auf sie verfasst. Ihr Andenken blieb in Ehren wie selten das eines Mitglieds der Königsfamilie.
Das Zimmer im Hohenzieritzer Sommerschloss ihres Vaters, in dem sie im Jahre 1810 nur 34jährig starb, wurde alsbald zum Pilgerziel sie verehrender Menschen. Erst die Konsequenzen des Zweiten Weltkrieges setzten diesem Personenkult ein Ende. Inzwischen sind im Hohenzieritzer Schloss jedoch wieder drei Räume museal hergerichtet und auch das Sterbezimmer Louises ist rekonstruiert worden.
Es drängt sich der Autorin der Frage auf, wie „Zeitgeist“ mit Geschichte und einst einflussreichen Persönlichkeiten umgeht. Es erschien notwendig, Menschen danach zu fragen, wie sie mit Veränderungen umgegangen sind und leben. Das Buch skizziert die Persönlichkeit der Louise von Preußen. Es wurde ein Band geflochten aus biographischen Daten und Erzählungen über das Mädchen, die Frau, die Mutter und die politischen Einfluss suchende streitbare Königin Louise sowie aus Gesprächen mit Menschen aus Hohenzieritz, die ihre Geschichten erzählten – auch jene, die sich um Königin Louise ranken.
Viola Kühn:

Das Erbe der Königin Louise - Hohenzieritzer Geschichten
Rowa 2003

Herausgeber:

Ingo Koch Verlag, 2003 (1. Auflage, 150 Seiten)
ISBN/EAN: 978-3-935319-63-8
 

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